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Wassergefährdende Stoffe


Umgang mit wassergefährdenden Stoffen
Der Umgang mit wassergefährdenden Stoffen ist für uns fast selbstverständlich geworden. In vielen Haushalten und besonders in Gewerbebetrieben gibt es eine Vielzahl von Lagerungen verschiedenster Stoffe z. B. Benzin, Diesel, die verschiedensten Öle und Fette (Heiz-, Motor-, Alt-, Trafo-, Hydraulik-, Schmieröle), Salze, technische Alkohole, Batterieflüssigkeit, Farben, Lösemittel, Entfettungsmittel und viele mehr. Dieses lässt erahnen, welches große Gefährdungspotential von Anlagen ausgeht, in denen mit solchen Stoffen umgegangen wird. Für Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen hat der Gesetzgeber deshalb Regelungen getroffen, um potentielle Gefahren die von diesen Stoffen ausgehen könnten bereits im Voraus zu vermeiden.

Was sind wassergefährdende Stoffe?
Wassergefährdende Stoffe sind nach den Bestimmungen des § 62 (3) WHG feste, flüssige und gasförmige Stoffe, die geeignet sind, nachhaltig die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers nachteilig zu verändern. Die Verwaltungsvorschrift wassergefährdende Stoffe[/link]" (VwVwS) regelt die Einstufung dieser Stoffe in Wassergefährdungsklassen (WGK):

WGK 1 – schwach Wasser gefährdend ( z.B. Methanol)
WGK 2 – Wasser gefährdend (z.B. Heizöl)
WGK 3 – stark Wasser gefährdend (z.B. Altöl)

Angaben zu der Wassergefährdungsklasse erhalten Sie beim Lieferanten oder Hersteller des jeweiligen Stoffes, bzw. es sollte die Wassergefährdungsklasse auch im Sicherheitsdatenblatt angegeben sein. Aber nicht nur die Einstufung des einzelnen Stoffes in Wassergefährdungsklassen wurde vorgenommen. Die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe (Anlagenverordnung - VAwS) teilt auch die einzelnen Anlagen mit wassergefährdenden Stoffen, je nach Gefährdungspotential, in die Gefährdungsstufen A,B,C und D auf:
Die Einstufung ist insbesondere Grundlage für die Festlegung der Pflicht zur regelmäßigen Prüfung der Anlage durch einen Sachverständigen. Darüber hinaus beschreiben zahlreiche technische Regeln weitere Details (z.B. Technische Regeln wassergefährdende Stoffe - TRwS und Technische Regeln für brennbare Flüssigkeiten - TRbF). Nähere Informationen erhalten Sie auch beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz.

Was ist zu veranlassen?
Wer Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen einbauen, aufstellen, betreiben, wieder in Betrieb nehmen oder wesentlich ändern will, hat dies der zuständigen Behörde (Unteren Wasserbehörde oder Gewerbeaufsichtsamt) unter Verwendung eines amtlichen Formulars anzuzeigen. Für nähere Informationen klicken Sie bitte hier.


Auskünfte unter:
Fon: 0 55 31 / 7 07 - _2 88
Fax: 0 55 31 / 7 07 - 62 88
E-Mail versenden.


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