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Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdungen
Jedes Kind hat das Recht, sicher, geborgen und gesund aufzuwachsen. Das Jugendamt schützt Kinder und Jugendliche, wenn ihr Wohl gefährdet sein könnte. Gehen Hinweise auf eine mögliche Gefährdung ein, suchen die Mitarbeitenden das Gespräch mit der Familie, um gemeinsam Lösungen zu finden. Dabei arbeitet das Jugendamt eng mit Kindertagesstätten, Schulen, Ärzten sowie der Polizei zusammen.
Im Mittelpunkt steht immer die Frage: Was muss sich ändern, damit das Kind wieder sicher ist? In dringenden Fällen kann das Jugendamt Kinder vorübergehend in Obhut nehmen, um sie zu schützen. Sobald die Eltern bereit sind, Hilfe anzunehmen und das Wohl des Kindes wieder gesichert ist, kann das Kind in die Familie zurückkehren. Wenn Eltern keine Hilfe annehmen oder die Gefährdung fortbesteht, entscheidet das Familiengericht über das Sorgerecht und den weiteren Lebensort des Kindes.
Für Fachkräfte und Ehrenamtliche bietet die Koordinationsstelle für Kinderschutz im Landkreis Holzminden eine kostenlose, anonyme Beratung an. Diese unterstützt dabei, eine mögliche Gefährdung besser einzuschätzen und über das weitere Vorgehen nachzudenken – noch bevor das Jugendamt eingeschaltet wird.
Bei Sorgen um ein Kind erreichen Sie das Kontaktmanagement des Jugendamtes unter den angegebenen Kontaktdaten. In akuten Krisen außerhalb der Öffnungszeiten wenden Sie sich bitte an die Polizei.
Kontakt:
Meldung von Kindeswohlgefährdungen
Telefon: 05531 / 707-273 oder -272 oder -872
E-Mail: asd-komm@landkreis-holzminden.de
Anonyme Beratung für Fachkräfte und Ehrenamt bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung
Frau Becker
Kinderschutz-Koordinatorin
Telefon: 0173 / 846 55 55
E-Mail: kinderschutz@projekt-begegnung.de
Sprechzeiten:
Montag bis Freitag: 09.00 - 16.00 Uhr
Postanschrift:
Landkreis Holzminden
Allgemeiner Sozialer Dienst
Postfach 1353
37593 Holzminden
Gebäude:
Bürgermeister-Schrader-Straße 24 in Holzminden
Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag: 08.00 - 12.30 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr
Freitag: 08.00 - 12.30 Uhr
Außerhalb der regulären Öffnungszeiten ist der Bereitschaftsdienst des Jugendamtes über die Polizei (Tel.: 05531 - 95 80) erreichbar.
Wenn Sie sich Sorgen um ein Kind machen
Manchmal hat man das Gefühl, dass es einem Kind in der Nachbarschaft, im Freundeskreis oder in der Familie nicht gut geht. Vielleicht wirkt das Kind traurig, ängstlich, vernachlässigt oder zieht sich stark zurück. Solche Beobachtungen können verunsichern. Und oft ist es schwer einzuschätzen, was wirklich dahintersteckt.
Wichtig ist: Sie müssen nichts allein entscheiden oder beweisen. Schon Ihr aufmerksames Hinschauen kann helfen, dass ein Kind die Unterstützung bekommt, die es braucht.
Das können Sie tun:
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Beobachten Sie aufmerksam, was Ihnen auffällt, und notieren Sie Ihre Eindrücke (z. B. Verhalten, Aussagen, Veränderungen). Diese Informationen können später sehr hilfreich sein.
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Wenn Sie sich sicher fühlen, können Sie das Gespräch mit den Eltern oder vertrauten Bezugspersonen suchen. Fragen Sie vorsichtig nach, ob zuhause alles in Ordnung ist. Manchmal begründet sich das Verhalten eines Kindes auch in einem Vorfall in der Familie: bspw. Verlust eines geliebten Angehörigen, Trennung der Eltern usw.
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Bringen Sie sich selbst dabei aber nicht in Gefahr. Wenn eine Situation angespannt oder bedrohlich wirkt, halten Sie Abstand und holen Sie sich Unterstützung.
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Wenn Sie sich unsicher sind, können Sie Rat beim Jugendamt einholen – auch anonym. Dort wird gemeinsam mit Ihnen überlegt, welcher Schritt sinnvoll ist.
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In akuten Fällen, also wenn Sie den Eindruck haben, dass ein Kind direkt gefährdet ist oder sexuelle Gewalt im Raum steht, wenden Sie sich bitte sofort an das Jugendamt oder die Polizei.
Sie helfen einem Kind schon dadurch, dass Sie nicht wegsehen, sondern handeln. Ihr Anruf, Ihre Nachfrage oder Ihre Sorge kann der entscheidende Schritt zum Schutz eines Kindes sein.
