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Tuberkulose
Was ist Tuberkulose?
Tuberkulose (Tbc) ist eine weltweit verbreitete Infektionskrankheit, die durch Bakterien ausgelöst wird. Die Infektion erfolgt fast immer durch das Einatmen feinster erregerhaltiger Tröpfchenkerne (Aerosole).
Die Erkrankung befällt vor allem die Lunge, kann aber auch andere Organe betreffen.
Die Krankheit ist meist mit Medikamenten gut behandelbar.
Die Behandlung dauert mehrere Monate und sollte zuverlässig durchgeführt werden. Andernfalls kann es zu einem erneuten Ausbruch der Erkrankung oder zur Unwirksamkeit von Antibiotika (Resistenzentwicklung) führen.
Eine Übertragungsgefahr des Erregers besteht vor allem durch Menschen, die an einer offenen Lungentuberkulose erkrankt sind. Solange enger Kontakt besteht und Erreger im Auswurf nachweisbar sind, ist die Ansteckungsgefahr, insbesondere für Abwehrgeschwächte oder Kinder unter fünf Jahren, am höchsten.
Postanschrift:
Landkreis Holzminden
Gesundheitsamt
Postfach 1353
37593 Holzminden
Gebäude:
Böntalstraße 32 in Holzminden
Eine Infektion ist meist erst nach einer Zeit von ca. 6-8 Wochen nach der Übertragung nachweisbar.
Ein Nachweis bedeutet aber nicht, dass man erkrankt ist, sondern zunächst nur, dass sich das Immunsystem mit dem Erreger auseinandersetzt.
Das Risiko für die Entwicklung einer Erkrankung ist in den ersten zwei Jahren nach einer Ansteckung am höchsten. Eine vorbeugende Behandlung kann den Ausbruch der Erkrankung verhindern.
Eine Impfung gegen Tuberkulose wird in Deutschland nicht mehr empfohlen.
Folgende Symptome können auf eine Tuberkulose hinweisen:
Die Erkrankung beginnt in der Regel mit unspezifischen Beschwerden wie
- Müdigkeit und Abgeschlagenheit.
Weiterhin können auftreten:
- Husten, der länger als drei Wochen anhält. Dieser sollte ärztlich abgeklärt werden.
- Fieber
- Gewichtsabnahme
- Nachtschweiß
- Brustschmerzen oder Atemnot
Aufgaben des Gesundheitsamtes
Die Tuberkulose ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG). Wenn eine meldepflichtige Tuberkuloseerkrankung übermittelt wird, werden sich Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes mit der infizierten Person in Verbindung setzen. Es wird geklärt, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, um eine Weiterverbreitung der Erkrankung zu verhindern. Weiterhin erfolgt die Suche nach Kontaktpersonen. Personen, die einen engen persönlichen Kontakt mit dem Erkrankten hatten, werden hinsichtlich des Infektionsrisikos befragt und wenn nötig vorsorglich untersucht.
Der Umfang einer Untersuchung von Kontaktpersonen ist abhängig von verschiedenen Faktoren, z.B. der Art der Erkrankung, der Menge der Bakterienausscheidung, der Lebenssituation der erkrankten Person und der Art und Häufigkeit des Kontaktes. Um zu klären, ob sich eine enge Kontaktperson mit dem Tuberkuloseerreger auseinandergesetzt hat, gibt es verschiedene Untersuchungsmöglichkeiten, die zuvor mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden.
Die Mitarbeitenden der Tuberkulose-Beratung stehen Ihnen, insbesondere im Rahmen der Beratung und Begleitung von Erkrankten und Kontaktpersonen, gern für medizinische und soziale Fragen zur Verfügung.
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
